Julia Wiszniewski

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Die Sopranistin Julia Wiszniewski wurde in Graz geboren, wo sie schon früh erste Bühnenerfahrungen in Produktionen des Mariagrüner Kindertheaters sammelte. Ihre musikalische Ausbildung begann im Alter von 14 Jahren am Johann Joseph Fux-Konservatorium in Graz.

Nach einem abgeschlossenen Studium der Musikwissenschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz studierte sie Konzertfach Gesang an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Für den Master Sologesang wechselte sie an die Musik und Kunst Privatuniversität Wien (MUK), wo sie bei KS Birgid Steinberger studierte und ihr Masterstudium im Februar 2022 mit Auszeichnung abschloss.

Auf der Bühne war sie bereits als Barbarina (Le nozze di Figaro), Papagena (Die Zauberflöte) und Bastienne (Les Amours de Bastien et Bastienne) zu erleben. Zudem sang sie die Mutter in Hans Werner Henzes Kinderoper Pollicino unter der Leitung von GMD Dennis Russell Davies. In einer historisch informierten Inszenierung von Margit Legler verkörperte sie in der wiederentdeckten Barockoper L’Etearco die Rolle der Fronima im Rahmen der Resonanzen im Konzerthaus Wien.

Auch im Operettenbereich ist die Sängerin aktiv. So verkörperte sie u. a. die Comtesse Stasi (Die Csárdásfürstin). Auf der Kasemattenbühne Graz war sie als Marika (Frühjahrsparade) unter der Leitung von Toni Maier zu erleben. In der Pop-up-Operette Brüderlein fein war sie in der Doppelrolle als Jugend und Gertrud unter der Leitung von Wolfgang Dosch zu sehen. Konzertant war sie solistisch unter anderem bei der Revue der Operette auf der Grazer Kasemattenbühne sowie 2023 beim traditionellen Frühlingskonzert der Garde in der Wiener Hofburg zu erleben.

Neben ihrer Bühnentätigkeit widmet sich die Sopranistin mit großer Leidenschaft auch den Sparten Lied, Oratorium und Messe. Aufführungen mit dem Weihnachtsoratorium und dem Alexanderfest führten sie unter anderem ins Brucknerhaus Linz, diverse Messen in Kirchen in ganz Österreich.

Im Zuge eines Wienerlied-Workshops an der MUK entdeckte sie außerdem ihre große Liebe und ihr Talent für das Wienerlied. Seitdem tritt sie mit ihrem Ensemble Weana Gspia regelmäßig auf, unter anderem beim Opernball 2023, im Theater am Spittelberg, im Rahmen des Kultursommers Wien, beim Kultursommer Wiener Neustadt, beim Kultursommer Alsergrund, bei den Festwochen Gmunden sowie in verschiedenen Wiener Heurigen. Auch ihre Masterarbeit widmete sie dem Wienerlied „Der Tod im Wienerlied“ und stellte diese im Rahmen eines Lecture Recitals vor.

Im Laufe ihrer vielfältigen Konzert- und Bühnentätigkeit entdeckte Julia Wiszniewski auch ihre besondere Freude an der Moderation und am freien Sprechen vor Publikum. Durch ihre langjährige Bühnenerfahrung ist sie es gewohnt, vor Menschen aufzutreten, frei zu sprechen und auch in besonderen Situationen sicher und präsent zu agieren. Aus dieser Verbindung von Musik, Sprache und persönlicher Begegnung entwickelte sie einen weiteren Schwerpunkt ihrer Tätigkeit: Als selbstständige Trau- und Trauerrednerin gestaltet sie individuelle und persönliche Reden, die sie häufig mit ihrer musikalischen Tätigkeit als Sängerin verbindet. Dabei ist es ihr besonders wichtig, sich Zeit für die Menschen und ihre persönlichen Geschichten zu nehmen und daraus eine authentische und maßgeschneiderte Rede zu entwickeln.

Sie ist Stipendiatin der Stiftungen Live Music Now sowie Vita Activa. Besondere Freude machen ihr die regelmäßigen Konzerte mit ihrem Ensemble Julia & Friends in Seniorenresidenzen und sozialen Einrichtungen. Seit Herbst 2016 ist sie außerdem Ensemblemitglied der Sound of Salzburg Crew, mit der sie auf Schiffen in Linz und Wien im Rahmen diverser Touristenshows und Dinnerkonzerte auftritt.

Sie war erste Preisträgerin beim Landes- sowie Bundeswettbewerb Prima la Musica und erhielt Stipendien der Stadt Graz und der Sommerakademie AIMS. Im September 2016 wurde ihr das Soroptimist Stipendium Linz verliehen. Für den Sommer 2020 erhielt sie ein Stipendium für die Meisterklassen Gutenstein.

Meisterkurse besuchte sie unter anderem bei KS Angelika Kirchschlager, KS Elena Filipova, KS Adrian Eröd, Kurt Widmer, Elizabeth Dobbin, Ulrike Hofbauer, Agnes Palmisano, Margit Legler und Ulrich Eisenlohr.

Ein kleines Lied! Wie geht's nur an,
Daß man so lieb es haben kann,
Was liegt darin? erzähle!
Es liegt darin ein wenig Klang,
Ein wenig Wohllaut und Gesang
Und eine ganze Seele.


~ Marie von Ebner-Eschenbach

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